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Erstellt am 05.12.2018

Euro, Dollar und Co. – Investieren in Fremdwährungen

Fremdwährungen und Wechselkurse können nicht nur bei Ferienreisen im Ausland ein interessantes Thema sein. Auch für Anleger bieten Devisen spannende Möglichkeiten. Diese gehen weit über Euro-Konten und Auslandsaktien hinaus. Unter anderem können Sie von Wechselkursentwicklungen profitieren und Ihr Portfolio diversifizieren.

Geld in eine andere Landeswährung zu investieren als die eigene, ist bei vielen Anlegern beliebt. Denn häufig locken finanzielle Vorteile, wie die Chance auf höhere Renditen. Genau deshalb aber birgt die Investition in Fremdwährungen oft auch einige Risiken. In diesem Artikel finden Sie Informationen, die Sie über Anlagen in anderen Währungen wissen sollten. So finden Sie die Fremdwährungsanlage, die zu Ihren Bedürfnissen passt, und können das Währungsrisiko für Ihre Anlage besser einschätzen.

In Fremdwährungen anlegen können Sie auf ganz unterschiedliche Arten: Indem Sie zum Beispiel direkt US-Dollar oder Euro kaufen und auf einem entsprechenden Fremdwährungskonto bei Ihrer Bank deponieren – oder sie sogar in bar behalten. Auch Termingelder können Sie in ausländischen Währungen halten. Es gibt aber auch noch andere Anlagemöglichkeiten wie Fonds, Währungs-ETCs, Fremdwährungsobligationen oder Aktien.

Fremdwährungsobligationen: von höheren Auslandszinsen profitieren

Statt Fremdwährungen direkt zu kaufen, können Sie in Fremdwährungsobligationen investieren. Hier erhalten Sie Zinsen und können beim Wiederverkauf von einer möglichen Aufwertung der Fremdwährung gegenüber dem Schweizer Franken profitieren. Fremdwährungsobligationen können Sie sowohl an Schweizer wie auch an ausländischen Börsen handeln. Im Idealfall profitieren Sie von höheren Zinsen im Ausland. Und auch wenn sich ausländische Währungen gegenüber dem Schweizer Franken besonders positiv entwickeln, können Sie davon profitieren. Das Risiko von Fremdwährungsobligationen hängt davon ab, in welche Währung Sie investieren. Informieren Sie sich deshalb gut über die Wirtschaftslage eines bestimmten Staates oder einer Währungszone, bevor Sie in Obligationen investieren, die an diese Währungen geknüpft sind. Mehr dazu finden Sie im Artikel «Was sind Ratings?».

Fonds: die Währungsauswahl den Fondsmanagern überlassen

Fonds sind attraktive Instrumente für Anlageeinsteiger, die ihr Portfolio mit Fremdwährungen diversifizieren möchten. Sie bieten eine relativ einfache Möglichkeit, in Unternehmen aus verschiedenen Ländern oder Währungszonen zu investieren. Beim Kauf von Fonds, die Fremdwährungen beinhalten, sind Risiken dennoch nicht ganz ausgeschlossen. Besonders wichtig ist das Risiko, dass Fremdwährungen gegenüber dem Schweizer Franken an Wert verlieren können. Wer sich gegen Wechselkursschwankungen von Wertpapieren absichern will, kann oft auch in gegen CHF abgesicherte Fonds investieren (Hedging).

Mit Währungs-ETCs in Devisen anlegen

Währungs-ETCs (Exchange Traded Currencies) funktionieren ähnlich wie ETFs. Mehr zu ETFs finden Sie im Artikel «ETF – mit Fonds an der Börse handeln». ETCs bilden die Entwicklung eines Wechselkurses von verschiedenen Währungen (z.B. USD zu CHF oder USD zu ausgewählten Währungen) nach. Dabei spiegeln sie auch die verschiedenen Zinssätze wider. Anleger können im Idealfall von höheren Zinsen in der ausländischen Währung (also hier im USD) profitieren. ETCs sind komplexer als Fonds in Fremdwährungen und Fremdwährungsobligationen und entsprechend in erster Linie für fortgeschrittene Anleger geeignet. Dies liegt insbesondere daran, dass Anleger, die in Währungs-ETCs investieren, sich genau mit dem zugrundeliegenden Index auseinandersetzen sollten und verstehen müssen, wie man sich mit Währungs-ETCs gegen verschiedene Kursschwankungen absichern kann.

Aktien: Investieren in ausländische Firmen

Einfach in Fremdwährungen investieren können Sie natürlich auch mit Aktien: Wenn Sie ausländische Aktien kaufen, investieren Sie schliesslich auch in die Währung des jeweiligen Landes. Wenn Sie die Aktien wieder verkaufen, können Sie allenfalls von einer Aufwertung der Fremdwährung gegenüber dem Schweizer Franken profitieren. So realisieren Sie dann einen Wechselkursgewinn zusätzlich zu einem möglichen Aktienkursgewinn. Allerdings kann es auch sein, dass für ausländische Aktien höhere Gebühren anfallen – mehr dazu finden Sie im Artikel «So versteuern Sie Anlageerträge». Auch gilt es, das Wechselkursrisiko zu beachten: Aktien in US-Dollar zum Beispiel verlieren an Wert, wenn der Dollar gegenüber dem Schweizer Franken schwächer wird. Grundsätzlich gilt aber hier: Fokussieren Sie sich auf die Qualität der Aktie statt auf einen möglichen Wechselkursgewinn. Wie Sie die Qualität einer Aktie besser beurteilen können, erfahren Sie in unserem Artikel «Aktien – die fünf wichtigsten Kennzahlen».

Wer von den Entwicklungen an ausländischen Märkten profitieren möchte, dem stehen eine ganze Palette an Anlagemöglichkeiten in Fremdwährungen zur Verfügung. Sie unterscheiden sich in ihrer Beschaffenheit sowie in ihren Risiken und Chancen. Einsteiger können sich beispielsweise mit Fremdwährungskonten und Fonds in Fremdwährung sowie ausgewählten Auslandsobligationen an das Thema herantasten. Fortgeschrittene Anleger finden in Währungs-ETCs eine spannende Investitionsmöglichkeit.  

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