Zinseszinseffekt

Was uns ein Schneeball über langfristigen Vermögensaufbau lehren kann

Ein Schneeball, der einen Hügel hinunterrollt, wird immer grösser. Genauso vermehrt sich bei langfristiger Geldanlage das Vermögen. Das Geheimnis dahinter: der Zinseszinseffekt.

Die aktuelle Marktsituation sorgt dafür, dass mit Sparkonten heute kaum Zinsen erwirtschaftet werden. Bessere Chancen auf Erträge hat man mit Anlagefonds. Hier steckt schon in kleinen Beträgen ein grosses Sparpotenzial. Denn: Die Zeit leistet ganze Arbeit, und der Zinseszins sorgt dafür, dass sich das Ersparte überproportional vermehrt. Dieser Zinseszinseffekt folgt dem Prinzip: Je länger eine Geldanlage läuft, desto mehr Kraft entfaltet der Zinseszins.

Ein 35-Jähriger, der 30 Jahre lang CHF 200 im Monat zu 4% anlegt, verfügt mit 65 über ein Vorsorgevermögen von knapp CHF 140’000. Würde der Sparplan bereits im Alter von 25 beginnen, erzielte der Anleger fast CHF 100’000 mehr. Und das, obwohl er nur CHF 24’000 zusätzlich einzahlt. Die zehn Jahre längere Sparzeit sorgt für ein Zinsplus von rund CHF 70’000.

Bei wachsender Sparzeit potenziert sich der Gewinn. Das heisst: Je kürzer der Sparzeitraum, desto geringer fällt der Zinseszinseffekt aus. Bleiben einem 45-Jährigen noch 20 Jahre zum Kapitalaufbau, erreicht er bei gleicher Sparrate nur ein Drittel so hohes Endkapital wie der 25-Jährige. Um auf das gleiche Sparvermögen zu kommen, müsste der 45-Jährige mehr als die dreifache Summe monatlich zurücklegen, fast CHF 650. Wer also früher mit dem Sparen beginnt, kann den Zinseszinshebel besser für sich nutzen. Auch kann er mit kleineren Monatsraten rechnen und sich über das Sparpotenzial freuen.

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